Klimapilgern, wie war es für mich, was bleibt und wie geht es weiter?

Kleiner Rückblick und Zusammenfassung auf meine Teilnahme am Klimapilgern 2015: wie war es für mich, was bleibt und wie geht es weiter?

Logo: Klimapilgern

Mit gemis­cht­en Gefühlen begann ich in Mün­ster meinen Klimapil­ger­weg, würde ich mich in eine große Gruppe ein­fü­gen und in großen Gemein­schaft­sun­terkün­ften schlafen kön­nen? Meine Zweifel wur­den in den 3 Etap­pen bis Lünen aus­geräumt! Was für eine tolle Gemein­schaft. Ich wurde her­zlich in die Gruppe aufgenom­men. Bis Wup­per­tal kon­nte ich meine Fam­i­lie davon überzeu­gen, bis Paris auf mich zu verzicht­en. Zurück gekehrt bin ich nach 44 Tagen erfüllt mit ein­er schi­er unendlichen Menge an Ein­drück­en, Bildern und Emo­tio­nen, einige wer­den schnell verblassen, manche nie.

Die Gemein­schaft der Kern­gruppe war beispiel­los. Ziel­gerichtet auf Paris und die Über­gabe der Peti­tion. Alles andere war unter­ge­ord­net. Nach so langer Zeit sind einem die Men­schen, mit denen man so eng zusam­men lebte, ans Herz gewach­sen. Über ein Wieder­se­hen würde ich mich sehr freuen. Ich habe das Ver­trauen zurück­ge­won­nen, mit friedlichen Mit­teln über­re­gion­al auf ein The­ma aufmerk­sam machen zu kön­nen und Men­schen am Weges­rand zu informieren und zu überzeu­gen. Ohne die her­vor­ra­gende Organ­i­sa­tion im Hin­ter­grund wäre das allerd­ings nicht möglich gewe­sen.

Der Besuch von Gottes­di­en­sten und Andacht­en ver­schieden­er Glauben­srich­tun­gen, aber auch die kleinen und großen Wun­der am Weg, haben mich meinem Glauben wieder näher gebracht. Ich lese in der Bibel und bete wieder bewusst und täglich.

An öku­menis­chen Pil­ger­we­gen, ins­beson­dere zum Kli­maschutz und Klim­agerechtigkeit, aber auch damit ver­bun­de­nen weit­eren poli­tis­chen Forderun­gen, wie „Ausstieg aus der Kohle“, möchte ich gerne zukün­ftig teil­nehmen. Dies ist ein guter Weg, Aufmerk­sam zu machen und mit Men­schen ins Gespräch zu kom­men.

Paris am 28.11. um halb neun.

Zum Abschied, nächtlich­es Bum­meln durch Paris.

Hat mich der Weg verän­dert? Ganz bes­timmt. Ich bin nach­den­klich­er, genügsamer und aufmerk­samer für die uns umgeben­den Prob­leme. Ins­beson­dere zum The­ma Kli­maschutz und Klim­agerechtigkeit spreche ich Leute jeden Tag bei ver­schiede­nen Gele­gen­heit­en an. Und das werde ich weit­er­hin tun.

Links:

  • Die Evan­ge­lisch-Lutherische Kirche in Nord­deutsch­land hat mit der Veröf­fentlichung  ihres Kli­maschutzge­set­zes im Kirch­lichen Amt­blatt Nr. 12 mit Wirkung vom 2.12.2015 das Gesetz in Kraft geset­zt. Nun gilt es auch hier, am Ball zu bleiben und möglichst schnell die Erforder­lichen Struk­turen aufzubauen.
  • Neue Aktio­nen in Vor­bere­itung? Mein Vorschlag wird auf­grund der Kom­plex­ität wohl früh­estens 2017 umge­set­zt wer­den kön­nen.

Über Pilgerwolf

Pilgert seit 2013 auf dem Jakobsweg und ist von Hamburg bis Metz gekommen. Hat seit 2015 an allen Ökumenischen Pilgerwegen für Klimagerechtigkeit teilgenommen und ist seit 2017 Teil des Planungsteams für die Klimapilgerwege (Pilgerbasis Paris 2015, siehe: www.klimapilgern.de).
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